©2017 Florian Smit Naturephotography
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Pinienwald

Pinienstämme und pinke Blüten

Küstenwälder sind besonders. Durch die extremen Wetterbedingungen, denen sie ausgesetzt sind, entstehen charakteristische Landschaften. Die Bäume sind gezeichnet von Narben und durch die Kraft des Windes untypisch verformt.

Ich parke mein Auto nahe des Waldrandes auf einer Wiese. Ich schlüpfe schnell in meine Wanderschuhe, setze die Stirnlampe auf den Kopf und laufe los. Einige Meter vom Auto entfernt beginnt der anfangs noch sehr dichte und dunkle Wald. Obwohl meine Augen sich bereits nach wenigen Minuten an die Dunkelheit gewöhnen, erkenne ich nur schemenhafte Umrisse. Ich schalte meine Stirnlampe ein und versuche mich in einem Labyrinth aus schmalen Pfaden zurechtzufinden und den Weg Richtung Meer einzuschlagen. Nach anfänglich dichtem Buschwerk erscheinen nun die markant strukturierten, geraden Stämme der Pinien. Ich schalte die Lampe aus. Der Boden ist bedeckt mit Nadeln und die Szenerie wird vom schwachen Mondlicht beleuchtet. Der Wald wird nun langsam offener und ich hoffe das, was diesen Wald so besonders macht, in großen Mengen erblicken zu können. Ich stehe nur noch wenige Meter vom Waldesrand entfernt, hinter dem nach einem kurzen Strandabschnitt das Mittelmeer beginnt. Ich scheine mir die kleinen pinken Farbtupfer am Waldboden erst nur einzubilden und so schalte ich die Stirnlampe doch noch einmal an, um mich zu vergewissern. Ich leuchte den Boden an und überall erstrecken sich mal kleinere und mal größere Flächen mit Alpenveilchen. Mein Herz hüpft, denn es scheint als hätte ich die Blütezeit perfekt abgepasst.