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Rentiere

REINSDYR - Geister im Fjell

Es ist bereits später Nachmittag - ich schmeiße die Tür meines Autos ins Schloss, streife mir meine Handschuhe über die Hände und schultere meinen Rucksack. Mein Weg führt mich zunächst auf eine Erhöhung in etwa anderthalb Kilometern Entfernung. Ich kenne diese kleine Hügelkuppe bereits sehr gut, sie hat sich als guter Übersichtspunkt erwiesen. Ich erhöhe mein Tempo etwas, denn vom Rumsitzen in der Kälte und den vorherrschenden Wetterbedingungen ist mir etwas kalt geworden.

Auf dem Hügel angekommen, setze ich den Rucksack ab, um das Fernglas herauszuholen. Ich suche die Landschaft ab. Nördlich – östlich – südlich – nichts zu sehen. Ich bin seit Tagen einem Geist auf der Spur. Bei jeder kleinen Erhöhung werfe ich voller Hoffnung einen erneuten Blick durch das Fernglas. Und dann endlich – in der Ferne entdecke ich eine Rentierherde, bestehend aus 30-40 Tieren. Ich bewege mich noch etwa einen Kilometer weiter auf die Tiere zu, dann schlage ich einen Bogen nach Links ein, um mich den Tieren langsam von hinten anzunähern. Ruhe und bedachtes Handeln sind nun oberste Priorität! Ich verweile in sicherer Entfernung. Der Himmel verfärbt sich in fantastischen Farben. Mächtige Wolken thronen über den kleinen Silhouetten der Rentierherde. Ich bin glücklich, Ruhe durchströmt mich – alles ist so friedvoll.